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Oh-My-Valentime

So ein Abend - die 3. Aufführung am 28.1.2021

Auch am dritten Spieltag war die auf 90 Plätze reduzierte Aula im Sebastian Münster Gymnasium "ausverkauft". Clarissa Schneider spielt die Marie, (Name frei erfunden) und das gelingt ihr auch dieses Mal beeindruckend authentisch und bewegend. Es gelang ihr ein weiteres mal, ihr Publikum vom ersten Moment an in den Bann zu ziehen, das förmlich an ihren Lippen hängt, die Geschichte über ein Unglück und dem davor und danach zu hören.

Sicher, die Stimmung im Publikum ist eine besondere, denn hier kannten ihn viele, den "Florens-Valentin", der hier im wahren Leben zur Schule ging und in diesen Tagen der Aufführungen wahrscheinlich sein Abi geschrieben hätte, wenn, ja wenn...

Marie, blickt in diesem Stück nicht nur 15 Jahre zurück. Sie erzählt von Jugend, Leichtsinn, Unbeschwertheit, den Marginalien, die das Unglück in jener Nacht hätten verhindern können, von Verantwortung, von Schuld und dem Umgang damit, von Liebe und Loslassen. 

Die Menschen sind von den letzten Worten der "Marie" tief berührt. Es ist still, als sie von der Bühne geht. Der Applaus beginnt zögerlich, nicht laut, aber er ist nachhaltig.

Im Anschluss bildeten sich, wie auch bei den anderen Aufführungen, Gesprächsgruppen, man steht beieinander, diszipliniert mit Abstand und Maske, spricht mit Autor Tino Leo, der Schauspielern Clarissa Schneider, dem Schulseelsorger Stefan Brilmayer oder mit Birgit Steck, der Mutter von Florens und Initiatorin des Theaterprojekts.

Es dauert lange, bis die letzten gehen.

Bilder von dieser Aufführung im SMG

Clarissa Schneider spielt "Marie"